UMGANGSPFLEGE

Ziel jeder Umgangspflegschaft ist es, die beteiligten Eltern in die Lage zu versetzen, den Umgang selbständig und zum Wohl des Kindes umzusetzen. Ich versuche eine Einvernehmlichkeit zwischen den Beteiligten (Eltern und Kind) herzustellen. Manchmal reicht es aus, eine „friedliche Koexistenz“ der Eltern zu erreichen.

Meine ZIELE der Umgangspflege:

Als erstes setze ich den rechtskräftigen Beschluss vom Familiengericht um.
Ich habe das Ziel, den Umgang als etwas Gutes und Selbstverständliches in den Alltag der Beteiligten zu integrieren.
Nicht zuletzt sollte die Umgangspflege dazu beitragen, dass die Kinder von dem Umgang profitieren im Sinne ihrer Entwicklungsbedürfnisse, aber auch attraktiv hinsichtlich der gemeinsamen Aktivitäten des Kindes mit den Eltern.

Rechtliche Grundlage für die Umgangspflege:

Hierfür kann das Familiengericht eine Umgangspflegschaft anordnen, wenn ein oder beide Elternteile oder eine Person, in dessen Obhut sich das Kind befindet, dauerhaft und wiederholt ihre in § 1684 BGB Absatz 2 festgelegte Wohlverhaltenspflicht verletzen.

§ 1684 Umgang des Kindes mit den Eltern

(1) Das Kind hat das Recht auf Umgang mit jedem Elternteil; jeder Elternteil ist zum Umgang mit dem Kind verpflichtet und berechtigt.
(2) Die Eltern haben alles zu unterlassen, was das Verhältnis des Kindes zum jeweils anderen Elternteil beeinträchtigt oder die Erziehung erschwert. Entsprechendes gilt, wenn sich das Kind in der Obhut einer anderen Person befindet.
(3) Das Familiengericht kann über den Umfang des Umgangsrechts entscheiden und seine Ausübung, auch gegenüber Dritten, näher regeln. Es kann die Beteiligten durch Anordnungen zur Erfüllung der in Absatz 2 geregelten Pflicht anhalten. Wird die Pflicht nach Absatz 2 dauerhaft oder wiederholt erheblich verletzt, kann das Familiengericht auch eine Pflegschaft für die Durchführung des Umgangs anordnen (Umgangspflegschaft). Die Umgangspflegschaft umfasst das Recht, die Herausgabe des Kindes zur Durchführung des Umgangs zu verlangen und für die Dauer des Umgangs dessen Aufenthalt zu bestimmen. Die Anordnung ist zu befristen. Für den Ersatz von Aufwendungen und die Vergütung des Umgangspflegers gilt § 277 des Gesetzes über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit entsprechend.
(4) Das Familiengericht kann das Umgangsrecht oder den Vollzug früherer Entscheidungen über das Umgangsrecht einschränken oder ausschließen, soweit dies zum Wohl des Kindes erforderlich ist. Eine Entscheidung, die das Umgangsrecht oder seinen Vollzug für längere Zeit oder auf Dauer einschränkt oder ausschließt, kann nur ergehen, wenn andernfalls das Wohl des Kindes gefährdet wäre. Das Familiengericht kann insbesondere anordnen, dass der Umgang nur stattfinden darf, wenn ein mitwirkungsbereiter Dritter anwesend ist. Dritter kann auch ein Träger der Jugendhilfe oder ein Verein sein; dieser bestimmt dann jeweils, welche Einzelperson die Aufgabe wahrnimmt.